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Gibt es auch Frauen in der Feuerwehr Binningen?
Ja, die Feuerwehr Binningen hat schon seit über 20 Jahren Frauen im Dienst. Aktuell beträgt der Anteil etwa 16% .

Gibt es professionelle Feuerwehrleute in Binningen?
Nein, die Feuerwehr Binningen ist wie rund andere 3000 Feuerwehren in der Schweiz auf dem Milizsystem aufgebaut, das heisst jeder Feuerwehrangehörige geht einem Beruf nach.

Ist der Feuerwehrdienst Pflicht?
Ja, laut Gesetz muss ein Einwohner zwischen dem 21. und dem 40. Lebensjahr Feuerwehrdienst in der Wohngemeinde leisten oder eine Pflichtersatzabgabe zahlen. In Binningen setzen wir auf Freiwilligkeit und deshalb wird niemand zwangsrekrutiert.

Ist die Betreuung professionell?
Ja, für die Neueinsteiger wird ein separater Rekrutenzug mit fest zugeteilten Instruktoren gebildet. Dort wird auf die Bedürfnisse der Neueinsteiger eingegangen, um die Ausbildung auf einen hohen Standard zu bringen.

Muss man den Pager immer bei sich tragen?
Ja, mit wenigen Ausnahmen (z.B. Ferien) trägt jeder Feuerwehrangehöriger den Pager das ganze Jahr auf sich. Einsätze können nie vorausgesehen werden und bei Grossereignissen sind wir auf jeden Einzelnen angewiesen.

Müssen Frauen Feuerwehrdienst leisten?
Ja, im Jahr 1992 wurde die Feuerwehrpflicht für die Frauen eingeführt. In der Feuerwehr Binningen sind schon seit 1982 Frauen auf freiwilliger Basis dabei.

Sucht die Feuerwehr nur ‘Rambos‚ oder auch ‘Bürogummis‚?
Die Feuerwehrtätigkeit ist sehr vielseitig, somit sind unterschiedlichste Fähigkeiten gefragt. Auch einem ‘Bürogummis‚ bietet sich Gelegenheit zu lernen, mit Kettensäge und Schaufel umzugehen. Und anstelle von ‘Rambos‚ sind wohl eher ein kühler Kopf und überlegtes Handeln erforderlich.

Wann und wo kann ich mich melden?
Immer am Samstag im November, an welchem auf dem Binninger Dorfplatz der Weihnachtsmarkt stattfindet. Dort kann man sich an einem Infostand unverbindlich orientieren und gleichzeitig die Ausrüstung und das Feuerwehrmagazin besichtigen. Daneben besteht aber die Möglichkeit, sich das ganze Jahr hindurch beim Kommandanten oder beim Rekrutenzugführer zu melden. Du kannst auch das Anmeldeformular ausfüllen und in den Briefkasten beim Feuerwehrmagazin einwerfen oder per Mail schicken. Wir nehmen dann gerne mit Dir Kontakt auf.

Was ist das Tagespikett?
Dies ist die Ersteinsatzformation während der Arbeitszeit. Diese Leute rücken bei einem Alarm (Montag – Freitag 06:00 – 18:00 Uhr) als Erste aus und sollten innerhalb von fünf Minuten mit dem ersten Fahrzeug ausfahren.

Was kann ich in der Feuerwehr sonst noch lernen?
Die Karriere sieht als ersten Schritt den Gruppenführerkurs vor. Dort lernst Du Situationen einzuschätzen und Befehle an kleine Gruppen abzusetzen. Später besteht die Möglichkeit, sich zum Maschinisten auszubilden und das Fahren der Feuerwehrlastwagen (Ausweis Kat C1) und die Bedienung der Maschinen zu erlernen. Nach etwa vier bis sechs Jahren Erfahrung kann auch die Ausbildung zum Einsatzleiter und je nach Eignung zum Offizier, Feldweibel (Materialwart) oder Fourier (Rechnungsführer) erfolgen.

Was umfasst die Feuerwehrtätigkeit?
Sicher ist unsere Hauptaufgabe die Bereitschaft zur Rettung von Leben, Umwelt sowie Sachgütern. Das heisst konkret, die Feuerwehr wird zu einer ganzen Palette von Hilfeleistungen aufgeboten, welche wir an den jeweiligen Übungen trainieren. Einige Beispiele: Löschen von Bränden aller Art, Stellen von Leitern an Gebäuden, Absuchen von verrauchten Räumen, Bergen von verletzten Personen aus Gebäuden und Fahrzeugen, Heben und Verschieben von Lasten, Beheben von Wasserschäden in Gebäuden, Binden von Ölspuren auf Fahrbahnen, Einfangen von Bienenschwärmen, Schaffen von Zugängen, Entfernen von umgestürzten Bäumen, Liftrettungen etc.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Da heutzutage der Atemschutzdienst als Voraussetzung für den Feuerwehrdienst gilt, ist eine ärztliche Untersuchung über die Feuerwehr- und die Atemschutztauglichkeit notwendig. Weitere Abklärungen (z.B. betreffend Schwindelfreiheit und Platzangst) erfolgen in einem Eintrittsgespräch mit einem Offizier.

Welcher Zeitaufwand ist für Neueinsteiger nötig?
Für Neueinsteiger werden je an einem Samstag im Januar und März ganztägige Einführungstage durchgeführt. Dort wird auf Ihre Bedürfnisse eingegangen, und in weiteren 8 Mannschafts- und 5 Atemschutzübungen (vorwiegend am Donnerstagabend) wird das Feuerwehrhandwerk erlernt. Weiter wird im ersten Jahr in einem fünftägigen Kurs im interkantonalen Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Balsthal die ganze Palette des Feuerwehrdienstes vermittelt.

Wer ist im Tagespikett eingeteilt?
Generell alle Feuerwehrleute, die in Binningen arbeiten und alle Offiziere. Auch Neueinsteiger können somit im Tagespikett eingeteilt werden.

Wie alt muss man sein um in der Feuerwehr Binningen mitzumachen?
In der Feuerwehr Binningen werden Personen aufgenommen, die zwischen 18 und 35 Jahre alt sind. In Ausnahmefällen ist auch ein Eintritt über 35 Jahren möglich - dies unterliegt einer gesonderten Prüfung.

Wie erfolgt ein Aufgebot?
Jeder Feuerwehrangehörige hat einen Pager (Alarmierungsgerät) mit welchem er durch die Alarmzentrale aufgeboten werden kann (ähnlich wie bei einer SMS).

Wie oft wird man für den Ernstfall aufgeboten?
Genau kann man dies nicht voraussagen, da die Anzahl der Ereignisse nicht beeinflussbar ist. Die Erfahrung zeigt, dass mit ca. 15 bis 20 Einsätzen pro Jahr gerechnet werden sollte, was sich bei einer Einteilung im Tagespikett natürlich markant steigern kann.

Wie sieht die Ausrüstung eines Neueinsteigers aus?
Die Ausrüstung unterscheidet sich nur äusserlich. Dieser farbliche Unterschied dient zum Unterscheiden und damit zu verhindern, dass die Neueinsteiger überfordert werden. Die Ausrüstung dient dem Schutz der Feuerwehrangehörigen. Bei der Qualität der Ausrüstung wird kein Unterschied gemacht.

Wird man auch als Neueinsteiger im Ernsteinfall eingesetzt?
Ja, nach einem Einführungstag wird man in eine Alarmgruppe eingeteilt und zu den Einsätzen aufgeboten.

Wo ist das Feuerwehrmagazin in Binningen?
Das Feuerwehrmagazin befindet sich an der Ecke Curt-Goetz Str. / Postgasse neben dem Dorfplatz. (Gebäude mit der Glasfront und den vielen roten Feuerwehrautos).